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Tattoo Convention in Dortmund vom 06. - 08. Juni 2014

Tattookünstler aus der ganzen Welt trafen sich zur größten Tattoo Messe in der Dortmunder Westfalenhalle und die Besucher freuten sich, die Körper-Kunst-Experten zu treffen und viele nutzen die Gelegenheit sich von ihrem Tättovierer das schon lang ersehnte Tattoo stechen zu lassen.
Aber auch wer sich noch nicht traute, konnte sich Informieren, Ideen holen und auch sonst gab es viel zu sehen, wie zum Beispiel:

Die Marke „Marek Kumsta“ wurde 2011 von Marek Kumsta in Las Vegas gegründet. „Marek Kumsta“ entwirft hochwertige Uhren in Kleinserie, die einen verspielten, extravaganten und frechen künstlerischen Stil haben. Jede Uhr wird damit auf ihrem Herstellungsweg am Ende zu einem prächtigen Unikat. „Marek Kumsta“ hat sich auf bestimmte handskelettierte Unikat-Uhren spezialisiert. Neben meiner eigenen Kollektion, skelettiere und entwirft er auch das passende Design von Uhren für exklusive Autos, Custombikes oder Tattoos der Kunden. In jeder Uhr stecken mehrere Wochen bis Monate aufwendige Arbeit, Perfektion bis ins kleinste Detail und die spezielle Mattierung die zu meinem Markenzeichen geworden ist.

Die Weißheit in der Haut
Tattoos sind schwarz oder bunt. Basta. Und weil doch nichts bleibt wie es ist, heißt der neueste Trend 2014: Weiße Tattoos.
Rihanna hat eins, Supermodel Bar Refaeli auch. Und Ozzy Osbournes Sprössling Jack ebenfalls. Sie alle haben ein weißes Tattoo. Dabei verkehren sie doch so augenscheinlich die eigentliche Funktion eines Tattoos ins Gegenteil, schließlich sieht man die weiße Farbe unter heller Haut kaum. Und doch wollen die Menschen Bilder aus dem Pigment, das es einem weiß macht: Titandioxid. Seit 2007 entwickelt die Chemieingenieurin Julia Biedermann aus dem Baden-Württembergischen Esslingen Tattoofarben und hat – soviel Idealismus ist erlaubt – auch gleich selbst zwei weiße Tattoos. Auch wenn die Tattoos schick sind und mitunter eher an Wasserzeichen erinnern, sind die vergleichsweise unscheinbaren Bildchen bei den echten Tattoofans durchaus umstritten: "Viele halten weiße Tattoos nur für halbe Tattoos. Sich hingegen ein farbiges Tattoo stechen zu lassen, bedeutet dagegen, zu seinem Tattoo zu stehen und stolz darauf zu sein", erklärt die 35-Jährige den jungen Trend. Ein Tattoo soll eben für alle Zeiten ein Zeichen setzen. Soviel zur Szene. Die breite Masse findet die weißen Bilder dennoch toll. Auch Biedermann wird oft auf ihre dezenten Körperbilder angesprochen, wobei der eine oder andere sie fälschlicherweise für Schnitzereien oder Brandings hält. "Gerade diese Unauffälligkeit ist es sicherlich, die bei all jenen Personen gut ankommt, die beruflich oder familiär bedingt keine kräftigen Farben tragen dürfen oder wollen."

Weiß und tricky
Die Arbeit mit der weißen Farbe ist übrigens nicht so einfach wie der Umgang mit den anderen Farben des gesamten Spektrums. Warum? Man sieht auch als Tätowierer kaum, was man sticht. Beim Einbringen der weißen Farbe in die helle Haut erlebt man quasi einen Blindflug für die Ewigkeit. Und noch ein Aspekt lässt die weißen Tattoos in der Ecke stehen: Sollte ein x-beliebiges Tattoo irgendwann mal zum Problem werden – aus welchem Grund auch immer – kann man es bekanntlich per Laser entfernen lassen. Nicht aber das weiße Tattoo, denn weiße Farbe – herzlich willkommen im Physikunterricht – reflektiert das Licht vollständig, daher ist es ja auch weiß. Damit straft die Naturwissenschaft die Vorurteile Lügen, denn kein Tattoo ist mehr für die Ewigkeit gemacht als das weiße. Und noch ein Vorurteil sollte mal eben ausgeräumt werden: Weiße Tattoos sehen in dunkler Haut nicht besonders cool aus, schließlich werden die weißen Farbpigmente – wie jede andere Farbe auch – unter die Haut gestochen. Damit überlagert die dunkle Haut die helle Farbe – tendenziell! Rihanna hat es trotzdem nicht abgehalten und das Ergebnis spricht durchaus für sich. "Weiße Tattoos sind also kurios, zugleich dezent auffällig, und sie stehen gut und gerne für Unschuld, Reinheit und Unsterblichkeit. Im Grunde durchaus klassische Attribute klassischer Tattoos. Nur eben ganz in weiß."

Autor: Bernd Wolsing